Eishockey in Deutschland

Das Eishockey in Deutschland wird vom Deutschen Eishockey-Bund regiert. Deutschland ist seit 1909 Mitglied des Internationalen Eishockeyverbandes. Die deutsche Herren-Nationalmannschaft feierte 1910 ihr internationales Debüt, während die Frauen- und Juniorenmannschaften 1988 und 1976 ihr Debüt feierten. Deutschland hat seit 1953 bei einem großen Turnier keine Medaille mehr gewonnen. Diese Seite zeigt die Geschichte der Nationalmannschaften der Herren, Damen und Junioren.

1881, während der Deutschen Patent- und Gebrauchsmuster-Ausstellung, wurde in Frankfurt die erste Eisbahn Deutschlands mit einer Fläche von 520 m2 eröffnet. Sie war nur drei Monate lang in Betrieb. 10 Jahre später erhielt Frankfurt seine erste permanente Eisbahn im Palmengarten. 1888 wurde ein Skating-Verein, der Deutsche Nationale Eislaufverband, gegründet. Im Jahr 1897 wurde sie in Deutscher Eislaufverband umbenannt.

Das erste Bandy-Hockey-Spiel (Eishockey mit dem Ball) in Deutschland fand am 4. Februar 1897 zwischen dem Akademischen Sportclub Berlin und einer Schülergruppe statt. Das ehemalige Team gewann mit 11-4. Ein Besuch der englischen Brüder Tebbutt mit ihrem Bury Fen Bandy Club im Jahr 1899 trug dazu bei, den Bandy-Stil für viele Jahre in den Vordergrund zu stellen. 1901 stifteten sie den Wanderpokal dem neu gegründeten Berliner Eishockey-Verband.

1899 Berlin

Ein Spiel, das während des Besuchs des Bury Fen Bandy Club 1899 stattfand.

Es brauchte einen amerikanischen Auswanderer namens Charles Hartley, um Eishockey in Deutschland einzuführen. Hartley wurde zitiert mit den Worten: “Stell dir meine Überraschung vor, als meine erste vorläufige Untersuchung der Möglichkeiten von Hockey in Deutschland mit der Gewissheit begrüßt wurde, dass sie dort bereits alles über Hockey wussten. Und was für ein Hockey! Sie spielten elf Männer pro Seite (bandy) und benutzten einen Lacrosseball. Das Eis war ungefähr so groß und geformt wie ein American Football Feld. Die Stöcke waren etwa so lang wie ein Mashie-Niblick, und niemand träumte davon, den Ball tragen zu wollen. Sie haben es gerade dem nächsten Mann ins Eis geschlagen.”

1909 Leipzig

Ein Spiel zwischen dem Berliner SC und dem Leipziger SC am 31. Januar 1909.

Die Entwicklung des Eishockeys wurde durch die Eröffnung einer Eissporthalle in Berlin, dem Berliner Eispalast, 1908 weiter vorangetrieben. In der Anlage fand das Internationale Turnier Berlin statt, das von 1908-1910 dreimal stattfand. Der erwähnte Charles Hartley spielte beim Turnier 1908 für den Berliner HC und führte 1909 zum Sieg des ASC Dresden. Bei beiden Turnieren galt er als bester deutscher Spieler.

Deutschland wurde 1908 Gründungsmitglied der International Ice Hockey Federation. Der Präsident des Berliner SC, Hermann Kleeberg, eine Schlüsselfigur bei der Entwicklung des Sports, reichte den Antrag des Landes ein. Weitere Vereine wurden in Deutschland gegründet und das erste nationale Eishockeyturnier, der Berliner Eispalast-Pokal, fand am 14. und 15. Dezember 1909 statt.